Labrador Retriever

Der Labrador Retriever gehört zu den weltweit meistgeführten Jagdhunderassen.

Für diese Tätigkeit bringt er Arbeitsfreude, Standruhe und große Ausdauer mit. Gleichzeitig verfügt er über Familienfreundlichkeit, Führigkeit und die Fähigkeit zu selbstständigem Arbeiten. Nicht umsonst finden Labrador Retriever aufgrund dieser Kombination hervorragender Eigenschaften häufig ihren Einsatz als Blinden- und Therapiehunde, in Rettungshundestaffeln und als Drogenspürhunde.

Seit etlichen Jahrzehnten haben sich in der Labradorzucht zwei Linien herausgebildet: die Showlinie und die Arbeitslinie. Mein Ziel ist es, die besten Eigenschaften beider Zuchtlinien miteinander zu verbinden, also Hunde mit großer Arbeitsfreude und guter Auffassungsgabe bei gleichzeitig ausgezeichnetem Formwert zu züchten („Dual purpose“).

Labrador Retriever wollen körperlich und geistig arbeiten:
Bei aller Verschmustheit und Freundlichkeit eignen sie sich in der Regel nicht als reine „Sofahunde“ und sind durch bloßes „Bällchenwerfen“ oder als „Fahrradbegleithunde“ meistens nicht ausreichend gefordert. Gelangweilte oder nicht ausgelastete Hunde entwickeln erstaunliche Ideen, um sich Abwechslung und Beschäftigung zu verschaffen, was allerdings durchaus zu Lasten von Möbeln oder anderen Dingen gehen kann…

Aber wer seinen aktiven Hund beobachtet, findet schnell heraus, welche Art von Förderung seinem
Hund am Besten gefällt:

  • das Dummy-Training als jagdähnliche Arbeit bietet viele Möglichkeiten der retrievergerechten Beschäftigung und kann ein schönes Hobby für den Hundehalter sein.
  • Agility oder Mantrailing sind andere Möglichkeiten für den Nicht-Jäger, seinen Hund zu fordern.
  • Auch der Einsatz als Besuchshund etwa in Behinderteneinrichtungen oder Altenheimen kann eine schöne Aufgabe für den Hund und eine erfüllende ehrenamtliche Tätigkeit für den Hundeführer sein.